DAAD-Preis geht an Kamerunerin

Den DAAD-Preis 2018 an der Westfälischen Hochschule erhielt Alvine Ngongang Chuche aus Kamerun. Die Urkunde dazu übergab Präsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (l.) im Rahmen des „Tags der Lehre“. Rechts: Betreuer Prof. Dr. Waldemar Zylka von der Gelsenkirchener Abteilung „Physikalische Technik“. Foto: WH/BL

Seit mehr als zehn Jahren vergibt die Westfälische Hochschule jährlich einen Preis des „Deutschen Akademischen Austauschdienstes“ DAAD. Damit werden aus dem Ausland zum Studium nach Deutschland gekommene junge Menschen gewürdigt, die auf besonders vorbildliche Weise die Integration in die deutsche Hochschulgesellschaft geschafft haben, mit guten und sehr guten Noten brillieren und es trotzdem noch schaffen, sich parallel ehrenamtlich sozial und gesellschaftlich zu engagieren.

(BL) Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert, finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. Für die meisten der Ausgezeichneten ist das nicht wenig, denn in der Regel finanzieren sich diese Studierenden selbst. So auch Alvine Ngongang Chuche, die Preisträgerin des Jahres 2018. Sie kam aus Kamerun nach Deutschland, studierte erfolgreich den Bachelor-Studiengang „Physikalische Technik“ mit einer Vertiefung in Medizintechnik. Nach dem Abschluss wechselte sie an der Westfälischen Hochschule in den Master-Studiengang Medizintechnik. Sie erreichte im Studium gute und beste Noten, was beweist, wie gut sie sich in die deutschsprachige akademische Bildung integrieren konnte. Ehrenamtlich ist Chuche unter anderem für die „Hope Foundation“ tätig, eine deutsch-kamerunische Nichtregierungsorganisation zur Förderung der  Entwicklung in verschiedenen Gegenden Kameruns. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt in Aufklärungsprojekten, die hauptsächlich in Kindergärten, Schulen, Kranken- und Waisenhäusern stattfinden. Außerdem ist Chuche Mitglied im Verein kamerunischer Ingenieure. In Deutschland ist sie fest in die kamerunische Gemeinschaft eingebunden und sorgt als Chormitglied für die Verbreitung traditioneller und moderner kamerunischer Musik. „Ich empfinde den Preis als riesige Anerkennung“, so Alvine Ngongang Chuche nach der Auszeichnung, „denn es ist nicht leicht, sich in Deutschland zurecht zu finden, zu integrieren und die geforderte Leistung zu erbringen.“ Ihr Dank galt allen, die ihr auf diesem Weg zur Seite gestanden haben, wozu auch Prof. Dr. Waldemar Zylka gehört, der die Laudatio auf Chuche sprach.