Der VRR verbindet

Zufriedene Gesichter nach der Präsentation der Image-Kampagne „Der VRR verbindet“ (v.l.n.r.): Vorstand José Luis Castrillo, Clara Meyer zu Altenschildesche, Lena Kaczmarczyk, Rabea Hiller, Projektbetreuerin Prof. Dr. Julia Frohne, Marketingleiterin Simone Mathea, Mitarbeiterin Samira Rehrmann. Foto: Sydney Martini

Ein Praxisprojekt im fünften Semester des Studiengangs Journalismus und Public Relations hat es bis in die Vorstandsetage des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und zu Vorstand José Luis Castrillo geschafft: Clara Meyer zu Altenschildesche, Lena Kaczmarczyk, Rabea Hiller, Ronja Voigt und Gesa Schnieder hatten die Aufgabe, eine Imagekampagne für den VRR zu gestalten: „Wir wollen mit Ironie arbeiten und ruhig auch mal frech sein, um dem VRR zu einem jüngeren und frischeren Image zu verhelfen.“

Kernsatz der studentischen Kampagne ist „Der VRR verbindet“, für die sozialen Medien verkürzt auf „#VRRbindet". Unter diesem Hashtag sollen die Kommentare der Rezipienten – also der Hörer, Leser und Betrachter – zu finden sein, wenn die Kampagne startet. Außerdem sollen sie dort ihre eigenen verbindenden Erfahrungen mit dem VRR schildern können. Zur Kampagnenstrategie gehören aber nicht nur die „Social Media“, sondern auch Plakate, Radio- und Kinospots, denn die Maßnahmen sollen alle Menschen erreichen, auch diejenigen, die nicht überwiegend online sind. Ferner entwickelten die Studentinnen Ideen für „Ambient Marketing“ wie Fahrradsattelbezüge oder Sit-and-Watch-Plakate. „Sit-and-Watch-Plakate“ ist der Fachbegriff für Toiletten-Plakate. Speziell dafür ist ein Plakatentwurf, der eine Person zeigt, die auf der Toilette sitzt. Der Spruch dazu: Weil du nicht nur im Pott rumhängen willst. Damit, so die Kampagnen-Gestalterinnen, werde auf humorvolle Art darauf angespielt, dass das VRR-Gebiet über den Ruhrpott hinausreicht, etwa in die nahen Niederlande. Ein weiterer Slogan: „Wenn der Chef dir eh glauben wird, dass die Bahn ausgefallen ist“. Diese Slogans sollen in Radio- oder Kino-Spots mit einem Augenzwinkern für Aufmerksamkeit sorgen.

Bei der Zwischenpräsentation der Kampagne bei Ute Schumacher, Fachgruppenleiterin der VRR-Marktkommunikation setzte sich die Idee des „Storytellings“, des Erzählens emotionaler Geschichten, schnell durch. Die Abschlusspräsentation zeigte, dass die Mischung aus selbstständiger Projektgruppenarbeit und Anleitung durch Projektbetreuerin Prof. Dr. Julia Frohne erfolgreich war: Der VRR bestellte direkt eine weitere Präsentation für Simone Mathea, Leiterin der VRR-Marketingabteilung, und Vorstand José Luis Castrillo. Damit waren die Studentinnen „ganz oben“ und wurden von Castrillo für fundierte Arbeit und Praxisnähe gelobt: „Davon könnte sich manch eine Agentur eine Scheibe abschneiden!“ Gleichzeitig gab er der Projektgruppe Tipps aus der Unternehmenswelt mit auf den Weg und versicherte gemeinsam mit Mathea, dass der VRR auch in Zukunft weiter mit der Westfälischen Hochschule zusammenarbeiten wolle. (Clara Meyer zu Altenschildesche, Barbara Laaser)