Interkulturelle Kompetenz gewürdigt

Von links: Andrea Wolf (Westfälische Hochschule), Carlo Tinnefeld (Preisträger), Sabine Haas (Präsidentin Rotary Club Gelsenkirchen-Schloss Horst). Foto: RC GE-Schloss Horst

Den Preis für „International Competence“ 2019 verlieh der Rotary-Klub Gelsenkirchen-Schloss Horst an Carlo Tinnefeld, Student der Westfälischen Hochschule.

„Die Arbeit in Thailand hat definitiv mein kulturelles Bewusstsein erweitert!“ Carlo Tinnefeld ist der diesjährige Träger des Preises „International Competence“, der seit 2005 vom „Rotary Club Gelsenkirchen Schloss Horst“ vergeben wird. Tinnefeld hat im Jahre 2018 seinen Master in „Computer Aided Engineering“ an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen gemacht – mit einer Masterarbeit auf der Grundlage seines Einsatzes in Thailand am Bosch-Standort Hemaraj.

Im Februar stellte sich der 27-jährige Tinnefeld dem Rotary-Klub vor. Anschließend überreichte Sabine Haas, Präsidentin des RC Gelsenkirchen Schloss Horst, den mit 1.500 Euro dotierten Preis. „Thailand war eine Erfahrung, durch die ich mich weiter entwickelt habe: Ich habe sehr viel Selbstvertrauen aufbauen können“, sagte der Preisträger, dessen Änderungsvorschläge bei der Digitalisierung der Erfassung von Lagerbeständen bei den einheimischen Kollegen und der örtlichen Betriebsleitung auf offene Ohren trafen und schnell umgesetzt wurden.

Wenn die Mönche dann beim Übergang von der Trocken- zur Regenzeit das Werk segnen und die Mitarbeiter sich gegenseitig nass machen, sind das Eindrücke fürs Leben für den jungen Ingenieur. Der Kontakt zu den thailändischen Kollegen wird von Carlo Tinnefeld weiter gehalten. Zuletzt berichtete einer der neuen Freunde von seiner Hochzeit. Tinnefeld stellt fest: „Nach diesen Erfahrungen gehe ich offener auf Menschen zu als vorher. Ich würde es jederzeit wieder machen!“

Die Auswahl des Preisträgers erfolgte in Absprache mit der Westfälischen Hochschule. Sabine Haas: „Wir stehen immer in engem Kontakt mit Andrea Wolf von der Stabsstelle für interkulturelle Qualifizierung der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, um eine objektive Auswahl treffen zu können.” Andrea Wolf war es ein Leichtes, die Klubmitglieder von der besonderen Eignung des Preisträgers zu überzeugen – seine leuchtenden Augen bei der Schilderung seiner Erlebnisse in Thailand und derer nachhaltigen Erkenntnisse sprachen Bände.

Rotarier handeln immer gleichzeitig lokal und global. Lokal, weil sie als einzelner Klub vor Ort helfen, global, weil schon die Struktur eines weltweiten Serviceklubs die Internationalität beinhaltet. Insofern ist es auch für den „Rotary Club Gelsenkirchen Schloss Horst“ verpflichtend, internationale Kompetenz zu fördern. (Jörg Seveneick)