Elektrotechniker auf Hannover-Messe 2019

Studierende der Westfälischen Hochschule am Messestand von „ifm electronic“. Foto: Martin Rüter

Die Anwendung von dem, was sie im Studium lernen, stand für knapp 50, vor allem Elektrotechnik-Studierende vom Campus Gelsenkirchen im Vordergrund ihres Besuchs auf der diesjährigen Hannover-Messe. Die Stände von „ifm electronic“ und ABB waren als Anlaufpunkte fest gebucht. Danach suchte sich jeder seinen eigenen Weg über die Messe, die in diesem Jahr als Leitthema die „Integrated Industry – Industrial Intelligence“ hatte und mehr als 6.500 Aussteller in Hannover versammelte. Auch die Westfälische Hochschule war mit einem Stand dabei und zeigte neueste Entwicklungen der Brennstoffzellentechnik. Organisiert wurde die Fahrt von der Fachschaftsvertretung Elektrotechnik, dank „ifm electronic“ war die Fahrt für die Studierenden kostenfrei.

Als erstes besuchten die Studierenden daher „ifm electronic“ (Ingenieurgemeinschaft für Messtechnik), eine Essener Unternehmensgruppe, die Systeme und Komponenten der Automatisierungstechnik herstellt und weltweit an Industrieunternehmen verkauft. In kleinen Gruppen wurden verschiedene Sensoren, Bussysteme und Anwendungsgebiete so verständlich und anschaulich erklärt, dass es über alle Semester hinweg spannend war. Weiter ging es zum Stand von ABB (Asea Brown Boveri), einem Energie- und Automatisierungstechnikkonzern mit Hauptsitz in Zürich/Schweiz. An diesem wurden den Studierenden die verschiedenen Tätigkeitsfelder des Unternehmens anschaulich anhand von Exponaten erläutert. So arbeiten die kollaborierenden Roboter bei ABB Hand in Hand mit dem Menschen und produzieren Uhren. Während früher die ersten Roboter nur hinter Gittern ihre Tätigkeit verrichten durften, können sie dank moderner Technik heutzutage mit dem Menschen zusammenarbeiten, ohne ihn bei der Arbeit zu gefährden. Danach hatte jeder noch Zeit, um selbst die riesige Messe mit ihren über 6.500 Ausstellern in 24 Hallen zu erkunden. Einer der Messestände war vom Westfälischen Energieinstitut der Hochschule. Diesen besuchten nicht alle, aber einige der Studierenden und erfuhren, dass Brennstoffzellen zwar aktuell noch einen geringen Wirkungsgrad haben, man aber derzeit daran forsche, diesen zu verbessern.

Die Studierenden nutzten die Zeit auf der Messe, um Kontakte für Praktika und Abschlussarbeiten zu knüpfen, sich über Stellenangebote zu informieren oder die neusten industriellen Technologien zu entdecken. So berichtete Youssef Ouerghi auf der Rückfahrt, dass er dabei neue Motivation für das Studium gefunden habe, nachdem er die ganzen Anwendungsgebiete seines Elektrotechnik-Studiums gesehen hat. Zurück in Gelsenkirchen waren die Studierenden zwar erschöpft, hatten aber viele neue Eindrücke, Ideen und Kontakte im Gepäck dabei. (Simon Thomas)