Eat – Talk – Enjoy

Immer noch einen Platz frei für den nächsten, der sich anschließt, hatte der „International Lunch“ bei seiner Premiere Mitte April. Dem Betrachter sehen hier Gesichter aus Vietnam, Indonesien, Frankreich, Kamerun, der Türkei, aus Deutschland und aus Indien entgegen. 4.v.r.: Isabel Knapp vom „International Office“, die das Treffen organisiert. Foto: WH/BL

Zu einem internationalen Lunch-Treffen lud im April zum ersten Mal das „International Office“ der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen ein. Für ausländische Studierende und für deutsche Studierende. Und für alle anderen auch.

(BL) Mittags geht es in die Mensa. So auch am Mittwoch, den 17. April. Und doch war an diesem Tag etwas anders und besonders: An diesem Mittag hatte das „International Office“ der Westfälischen Hochschule einen Tisch reservieren lassen und ein Plakat an die Wand darüber gehängt: „International Lunch“. Und ein Fähnchen hatte der Tisch: „English only“. Damit war für diesen Tisch die Konversationssprache festgelegt. Denn hier trafen sich Menschen aus vieler Herren (und Damen) Länder, die als gemeinsame Sprache nur Englisch haben. Vor allem Austausch-Studierende aus anderen Ländern, die nur bis zu einem Semester an einer deutschen Hochschule sind und bei denen es daher mit dem Deutschen hapert. Aber es saßen auch ausländische Studierende am Tisch, die lieber Deutsch als Englisch gesprochen hätten. Und trotz der Englisch-Vorgabe hörte man dann auch die eine oder andere Sprache, je nachdem auf welche sich die beiden Sprechenden gerade geeinigt hatten.

Die Austauschstudierenden wollten vor allem ausländische Studierende anderer Fachbereiche als des eigenen treffen. Aber auch deutsche Studierende wechselten immer wieder an den internationalen Tisch. „Das ist auch so gewollt“, erzählt Isabel Knapp vom „International Office“, die das Treffen organisiert hatte. „Die Deutschen können hier prima ihre englische Konversationsreife üben. Und neue, weltweite Bekanntschaften schließen.“

„Schön wäre es“, so Nadine Hackmann, Leiterin des Auslandsamtes, „wenn sich der internationale Lunch zu einer festen Einrichtung entwickeln würde.“ Sozusagen zu einem englischsprachigen Stammtisch in der Mensa. Immer am dritten Monats-Mittwoch im Semester. Und vielleicht, vielleicht entwickelt er sich ja sogar noch darüber hinaus. Gab und gibt es da nicht in Oxford den „Wednesday Club“, der sich schon sehr, sehr lange an jedem dritten Mittwoch im Monat trifft?