Roboter Baxter arbeitet im Team mit dem Menschen

Die Informatikstudenten Christian Jestel, Gerhard Senkowski und Armstrong Sabum (v.l.n.r.) legten tatkräftig Hand mit an, als der neue Roboter Baxter in seiner Transportkiste aus den USA in Gelsenkirchen ankam. In ihrer Studienrichtung der technischen Informatik lernen sie, mit modernsten Robotern für die industrielle Produktion umzugehen. Foto: WH/BL

Berührungsempfindlicher Roboter beugt Unfällen vor.

(BL) Rund sechs Wochen vor Weihnachten war im Roboterlabor der Westfälischen Hochschule schon Bescherung: Per Fracht kam der rund 30.000 Euro teure Roboter Baxter aus Amerika über das südfranzösische Bordeaux in Gelsenkirchen an. Baxter unterscheidet sich von den bisherigen Industrierobotern, an denen die Informatiker der Westfälischen Hochschule forschen und mit denen sie die Studierenden ausbilden, nicht nur durch sein vergleichsweise geringes Gewicht von rund einem Zentner und durch seine kompakte Größe, Baxter ist vor allem viel sensibler und hat nicht nur einen, sondern zwei Arme wie der Mensch: „Die Standard-Industrie-Roboter, wie sie heute etwa in der Autofertigung eingesetzt werden, arbeiten einarmig stur nach Programm und gehen durch Dick und Dünn“, erläutert Roboterprofessor Hartmut Surmann. „Deshalb werden sie in den Produktionshallen in Käfigen gehalten und Menschen haben keinen Zutritt, wenn die Roboter laufen.“ Denn wer dem Roboter in die Quere kommt, muss mit Prellungen oder sogar Knochenbrüchen rechnen. Surmann: „Baxter weicht aus oder stoppt, wenn er in Kontakt mit nicht zu ihm gehörenden Körperteilen kommt. Deshalb darf diese neue Robotergeneration im Team mit dem Menschen arbeiten.“

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