Basteltüten für den Leichtbau

Tüten mit Studienmaterial für das Leichtbau-Seminar im Sommersemester verteilten Prof. Dr. Alexander Sauer und Frank Büning vom Bocholter Studiengang Bionik. Foto: WH

Hin und wieder verteilen Marketingkolonnen vor der Mensa Tüten mit dem, was Anbieter glauben, dass Studierende es fürs Studium brauchen: Spülmittel, Löskaffee, Kondome und anderes. Im Corona-Jahr ist alles anders. Statt „Daseinsgrundprodukten“ verteilte der Studiengang Bionik zu Semesterbeginn in der Osterwoche Tüten mit Material für das Modul Leichtbau I und erreichte damit rund 60 Studierende des vierten Semesters, die sich die Tüten mit individuellem „Click-and-collect“-Termin berührungsfrei und auf Abstand am Bionikgebäude abholten.

(BL) „Wegen der Covid-19-Maßnahmen bleiben im Distanzstudium manche praktischen Inhalte auf der Strecke. Das fanden wir so schade“, erzählen Prof. Dr. Alexander Sauer und Frank Büning vom Studiengang Bionik in Bocholt, „dass wir für ein wenig Abhilfe sorgen wollten.“ Herausgekommen sind dabei Materialtaschen für praktische Versuche und Erfahrungen im Leichtbau daheim. In der Tüte: Holzbauteile, Backpapier, Pappbecher, Paketschnur, Kreppband, Nadeln, Holzleim und Schleifpapier. Außerdem (Daseinsgrundprodukte!): eine Tüte Gummibärchen. Klingt ein bisschen wie der Vorspann für eine neue Folge von McGyver zur praktischen Anwendung von Natur- und Ingenieurwissenschaften, „kam bei den Studierenden aber prima an“, berichtet Büning, „aber da startete die Arbeit damit ja erst“. Der Inhalt der Ostertüten reicht für das erste Semesterdrittel, danach, so Büning und Sauer, gebe es Nachschlag.

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