Die heißeste ihrer Art

Für eine kurze Abkühlung auf der Campuswoche 2019 sorgten Pools im Innenhof zwischen den Gebäuden. „Das kleinere Becken mit der Kunstrasen-Fußballmatte ist zur Fußvorwäsche gedacht, damit der große Pool länger sauber bleibt“, erläutert Hans-Peter Huster. Richtig kühl war die Wassertemperatur im Pool allerdings bei fast 40 Grad Lufttemperatur nicht mehr. Foto: WH/MV

An den wohl heißesten Tagen des Jahres 2019 – vom 21. bis 26. Juli – fand die 16. Campuswoche am Standort der Westfälischen Hochschule in Bocholt statt. Keine leichte Aufgabe für deren Macher und die Beteiligten. Besonders begehrt waren neben dem Swimmingpool-Angebot, ausreichend Kaltgetränken auch das „Slush-Eis“ aus der nun eigenen Eis-Maschine. Doch trotz der Temperaturen waren die Motivation und die Stimmung bestens: „Echte ‚Campuswöchler‘ lassen sich durch nichts erschüttern“, scherzten deren Planer und Veranstalter Hans-Peter Huster und Norbert Dirks.

(MV) Obwohl im Hochschulgebäude mit den Labors, Werkstätten und Seminarräumen Temperaturen jenseits der Wohlfühlgrenze herrschten, war es dort oft besser auszuhalten als bei der gefühlten Gluthitze im Freien. Denn am 25. Juli zeigte das Thermometer neue Hitzerekorde in Nordrhein-Westfalen über der 40-Grad-Marke. Begehrtester Ort schien ein PC-Pool zu sein, in dem der Workshop „Raspberry Homeserver“ angeboten wurde. Wohl denen, die sich im Vorhinein für dieses Projekt angemeldet hatten. Dank der eingebauten Klimaanlage zeigte das Thermometer hier die Temperatur knapp unter 20 Grad. „Allerdings ist dies notwendig, da die Klimaanlage im Nachbar-Server-Raum plötzlich ausfiel und nun der Raum mitgekühlt werden muss, um Folgeschäden oder gar Ausfälle an der Technik vorzubeugen“, erklärt Hans-Peter Huster, langjähriger Mitarbeiter und neben Norbert Dirks einer der Organisatoren der Campuswochen. „Zum Aufwärmen müssen die aber öfter raus“, witzeln Huster und Dirks. Doch auch in den wärmeren Labors werkelten Schülerinnen und Schüler, Studierende, Ehemalige sowie Gäste an ihren Projekten und schienen sich durch das ungewöhnliche heiße Wetter in ihrer Begeisterung nicht bremsen zu lassen.

Im nun 16. Jahr bot die Campuswoche erneut wieder viele verschiedene und auch weiterentwickelte Projekte an. Eine Woche lang durfte wieder gebaut, gelötet, experimentiert, programmiert und getüftelt werden, oft wieder bis tief in die Nacht. „Teilnehmende Schülerinnen und Schüler lernen so unsere Hochschule kennen, die Studierenden beschäftigen sich mit neuen, spannenden Aufgaben und übernehmen auch schon einmal die Rolle eines Lehrenden. Die Ehemaligen pflegen die Netzwerkarbeit, bringen Projekte aus der Praxis mit, leiten Gruppen und genießen einfach hier die kreative und entspannte Atmosphäre“, so Hans-Peter Huster über die Grundidee der Campuswoche. „Schnell waren die Angebote in diesem Jahr ausgebucht, da viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ‚Wiederholungstäterinnen und –täter‘ sind und unsere Projekte einfach klasse finden. Der Anteil der weiblichen Interessentinnen wurde im Vergleich zum Vorjahr zudem getoppt“, freut sich Huster.

„Dabei dürfen gegen Zahlung der eingesetzten Materialien die Ergebnisse sogar mit nach Hause genommen werden“, ergänzt Norbert Dirks. „Möglich wird dies allerdings nur durch das Engagement vieler Helferinnen und Helfer und auch mittlerweile vieler Sponsoren“, berichtet Hochschulmitarbeiter Dirks. Alle Sponsoren finden sich neben weiteren Informationen auch über die früheren Campuswochen auf der Internetseite www.campuswoche.de. Eine Online-Anmeldung zur kommenden Projektwoche ist auf „www.campuswoche.de“ ab Frühjahr 2020 möglich. Ein Sponsor übernahm in diesem Jahr die Getränkekosten. Dies dürfte dieses Mal der kostspieligste Posten gewesen sein (Anm. der Red.).

 

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