Energie- und Umweltdialog 2021

Von links nach rechts: Preisträger Florian Gronwald, Markus Bagert (Uniper), Holger Blannarsch (BP), Preisträger Jannick Armenat, Prof. Dr. Christian Fieberg (Westfälische Hochschule). Foto: BP

Die diesmal virtuelle Dialog-Veranstaltung lockte mit Vorträgen rund um das Thema Wasserstoff. Der Energie- und Umweltpreis der UTG (Uniper Technologies GmbH ) ging in diesem Jahr an gleich zwei Studenten der Westfälischen Hochschule.

Mitte März fand der nunmehr dritte Energie- und Umweltdialog statt – eine gemeinschaftliche Veranstaltung auf Initiative von Uniper gemeinsam mit BP und der Westfälischen Hochschule. Ein fester Bestandteil ist die jährliche Verleihung des Energie- und Umweltpreises der Uniper. In diesem Jahr konnte Markus Bagert (Managing Director Uniper Technologies GmbH) den mit jeweils 2.000 Euro dotierten Preis gleich an zwei Studenten der Westfälischen Hochschule verleihen.

Markus Bagert: „Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder so hervorragende Arbeiten auszeichnen zu können. Die Nachwuchs-Ingenieure haben darin eindrucksvoll bewiesen, wie sich eine fundierte Hochschulausbildung im Rahmen praxisbezogener Abschlussarbeiten widerspiegelt und somit eine optimale Basis für den Einstieg in das Berufsleben gibt. Herzlichen Glückwunsch an Florian Gronwald und Jannick Armenat!“

Im Anschluss drehte sich alles um die Energiewende – mit Fokus auf Wasserstoff. Den Start übernahm Prof. Dr. Markus Löffler, Westfälische Hochschule, Fachbereich Elektrotechnik und angewandte Naturwissenschaften, der über die „Energiewende 2.0: Sachstand – Speicher – Ressourcen – Import“ berichtete und die Herausforderungen bei der Umgestaltung der Energieversorgung sowie die Rolle von Wasserstoff erläuterte. Im Anschluss berichtete René Schoof, Vice President Asset Development, Operation & Logistics Hydrogen bei Uniper, über Wasserstoff-Aktivitäten. Er erläuterte die wachsende Bedeutung und die hohe Nachfrage von Wasserstoff, gerade in Bereichen, in denen die Elektrifizierung schwierig scheint, beispielsweise im Schwerlast- oder Schienenverkehr. Wasserstoff sei ein Schlüssel zur Klimaneutralität „ohne den die Klimaziele nicht erreicht werden können“, so René Schoof. Uniper betreibt bereits verschiedene Wasserstoffanlagen und ist für eine steigende Menge an Wasserstoff in  ihren Märkten gut aufgestellt. In Scholven beispielsweise, so berichtete er, wurde ein Wasserstoff-Demonstrations-Zentrum errichtet.

Abschließend sprach Dr. Ralf Wernke, Business Improvement Manager Ruhr Oel GmbH – BP Gelsenkirchen, über den Einsatz von Wasserstoff in deutschen BP-Raffinerien. Auch BP setzt auf Wasserstoff um ihr Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein, zu erreichen. In den Raffinerien wird sowohl Wasserstoff erzeugt als auch genutzt, um Produkte hochwertiger und klimafreundlicher zu machen. Der Wasserstoffbedarf in den Raffinerien steige weiter, so Wernke, bedingt durch den Einsatz alternativer Produktionsstoffe. Um den steigenden Bedarf mit „grünem“ Wasserstoff decken zu können, entwickelt BP eine Wasserstoffinfrastruktur und treibt das Projekt „Lingen Green Hydrogen“ voran.
Uniper und BP sehen im Wasserstoff viel Potenzial, das es zu nutzen gilt, sowie die Möglichkeit, damit ihr Geschäft und das ihrer Kunden klimaneutral zu gestalten. Die rund 120 Teilnehmenden aus den beiden Unternehmen, der Hochschule sowie von Presse, Rat und Politik sowie aus der Industrie nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und Meinungen auszutauschen. (UTG)

Die Zusammenarbeit zwischen der Westfälischen Hochschule und Uniper Technologies (und ihren Vorgängergesellschaften) besteht bereits seit über 20 Jahren. Jährlich werden besonders außergewöhnliche Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Die Kooperation mit der Hochschule trägt zu einer bedarfsgerechten Ausbildung für potenzielle Arbeitgeber bei und dient dazu, neue, junge Talente zu entdecken und zu gewinnen.