Ideen für den Einsatz digitaler Techniken in einem Integrationsunternehmen

In kleinen Gruppen erarbeiteten insgesamt 17 Studierende des Master-Studiengangs „Service Engineering“ als semesterbegleitendes Projekt Chancen und Risiken des digitalen Geschäfts für das Rheder Integrationsunternehmen Herbalind. Die Abschlusspräsentation fand an der Westfälischen Hochschule in Bocholt statt. Foto: WH/MV

17 Studierende des Master-Studiengangs „Service Engineering“ haben als semesterbegleitendes Projekt Chancen und Risiken des digitalen Geschäfts für das Rheder Integrationsunternehmen Herbalind bewertet und dazu Handlungsempfehlungen erarbeitet. Betreut hat das Projekt Dr. Christian Kruse, Professor für Wirtschaftsinformatik im Bocholter Fachbereich Wirtschaft und Informationstechnik. Die Master-Studierenden präsentierten der Geschäftsführung sowie Mitarbeitern und Mitgliedern des Aufsichtsrats die Ergebnisse ihrer Untersuchungen in einem Abschlussworkshop an der Westfälischen Hochschule in Bocholt.

Herbalind ist ein gemeinnütziges Integrationsunternehmen, in dem Menschen mit und ohne Erkrankungen zusammenarbeiten. In Handarbeit werden Wärme- und Kräuterkissen mit natürlichen Füllstoffen gefertigt. Die Firma ist nach eigenen Angaben führender Hersteller von Wärme- und Kräuterkissen mit natürlichen Füllstoffen wie Kirsch-, Trauben- oder Rapskernen in Deutschland. Das Rheder Unternehmen nahm Anfang des Jahres den Kontakt zur Westfälischen Hochschule auf, um nach einem Kooperationspartner für innovative Ideen zu suchen und traf dort auf Prof. Dr. Christian Kruse.

Ziel des nun präsentierten Non-Profit-Projekts ist es, aktuelles Wissen über die Nutzung digitaler Technologien für den täglichen Einsatz im Unternehmen Herbalind aufzubereiten. „Für die Verbesserung von Suchmaschinenergebnissen, einem einfachen ‚Content-Management‘ im Internet, einem Marketing mit Einbindung von Social-Media-Kanälen sowie Einsatzmöglichkeiten eines Newsletters erhoffte sich Herbalind Impulse von der Westfälischen Hochschule Bocholt“, berichtet Kruse über die ersten Gespräche. „Es sollte zudem herausgearbeitet werden, wie der Wert der Marke und ein konkreter Produktnutzen digital bestmöglich transportiert werden kann“, so Kruse weiter.
Einige Vorschläge der Studierenden wurden bereits im Rahmen des Projektes im Unternehmen direkt umgesetzt. Ein Schwerpunkt lag beispielsweise im Produktsegment der Yogakissen. „Hier gab es schon deutlich positive Resonanz auf einen neuen Newsletter anlässlich des internationalen Yoga-Tages am 21. Juni. Der Newsletter ging an mehr als 5.000 Interessierte per E-Mail“, berichtet Herbalind-Geschäftsführerin Heike Flasche. „Zudem wurde von den Studierenden gemeinsam mit Produktionsleiterin Silke Drewing die Yoga-Seite des Internetshops komplett neu strukturiert und aufgebaut.“ Heike Flasche sieht noch viel Potenzial, das weiterhin im Dialog mit der Westfälischen Hochschule in  Bocholt genutzt werden könnte. Für die Studierenden sei das Projekt eine spannende Umsetzung ihrer bisher in der Lehre gewonnenen Erkenntnisse gewesen, sind sich Kruse und Flasche einig.

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