TELC-Test für IGCHE-Studierende

Prüflinge sitzen im Kreis

Gespannte Stille: 13 Männer und eine Frau aus Indien setzten sich vor dem Sprachtest zum Erinnerungsfoto. Foto: WH/BL

Ende August bot die Betreuung der Studierenden des „Indo-German Centers for Higher Education“ (IGCHE) unter der Leitung von Sabine Gorke vom Gelsenkirchener Institut für Maschinenbau und Sarah Schmidt vom „International Office“ ausländischen Studienbewerbern die Möglichkeit, das für die Einschreibung nötige Sprachzertifikat „Telc C1 Hochschule“ abzulegen. Allein vom IGCHE waren 17 Studienbewerber angemeldet.

(BL) Telc steht für „the european language certificates“ und ist eine Möglichkeit, das für das Studium an einer deutschen Hochschule erforderliche Sprachniveau von C1 nachzuweisen. Ohne das Zertifikat ist kein Studium mit Prüfungsanspruch möglich. Entsprechend aufgeregt und angespannt waren die Kandidaten und Kandidatinnen, denn vom Erfolg dieser Prüfung hängt für sie viel ab. Sollten sie nicht bestehen, können sie ihr Sprachzertifikat nicht mehr rechtzeitig zum Vorlesungsbeginn vorlegen und ihr Studium dann frühestens zum Sommersemester 2022 fortsetzen.
In diesem Jahr war die Spannung möglicherweise noch höher, denn die parallel zum Bachelorstudium in Indien erfolgte Sprachausbildung konnte wegen der Coronapandemie nur im Distanzmodus erfolgen.

Unter den Prüflingen waren allein 17 junge Leute, die über das IGCHE an der Westfälischen Hochschule oder bei einem anderen Partner des IGCHE das Bachelor-Studium abschließen wollen. Neben Gelsenkirchen sind das die Hochschulstandorte Bingen, Bochum, Bonn-Rhein-Sieg, Deggendorf, Düsseldorf, Kiel und Zittau/Görlitz. Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen Teil am Vormittag und einem mündlichen Teil am Nachmittag. Als Stärkung für die Mittagspause gab es für die IGCHE-Studierenden einen kleinen Snackbeutel mit Obst und Süßigkeiten.
Elektronische Geräte waren als Hilfsmittel während der Prüfung verboten, außerdem mussten die Prüflinge coronakonform nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder aktuell corona-negativ getestet waren. Darüber hinaus galten Abstand, Maske und Handdesinfektion.

IGCHE

Das IGCHE (Indo-German Center for Higher Education) bietet indischen Ingenieur-Studierenden die Möglichkeit, einen deutschen Bachelor-Abschluss zu machen. Wenn sie sich anschließend in Deutschland um einen Master-Studienplatz bewerben, gelten sie als Bildungsinländer. Quotenregeln für ausländische Studierende gelten für sie dann nicht. Angeboten werden zurzeit die Fachrichtungen Maschinenbau, Mechtronik, Elektrotechnik und Informatik, die an einer der deutschen Partnerhochschulen studiert werden. Partner sind derzeit in Indien das „PSG College of Technology“, Coimbatore, die „Techno India Group and Sister Nivedita University“, Kolkata, und das „Vel Tech Rangarajan Dr. Sagunthala R&D Institute of Science and Technology“, Chennai. In Deutschland machen die Technische Hochschule Bingen, die Hochschule Bochum, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Technische Hochschule Deggendorf, die Hochschule Düsseldorf, die Fachhochschule Kiel, die Westfälische Hochschule und die Hochschule Zittau/Görlitz mit. Prof. Dr. Dirk Fröhling vom Gelsenkirchener Maschinenbauinstitut hat im Moment die Funktion des IGCHE-Konsortialführers für alle beteiligten deutschen Hochschulen inne.