Vertraulicher Check im Netz

So sieht‘s aus, wenn der „Mappencheck“ nicht in der Hochschule und persönlich zwischen Berater und Studierendem besprochen wird, sondern online per Videokonferenz. Der Technologietransfer als Veranstalter wird zum Videomoderator, der sich jedoch im vertraulichen Gespräch zwischen Berater und Beratenem ausblendet. Das Foto stammt von einem Test, bei dem Mitarbeiter des Technologietransfers sowohl die Rollen des Moderators als auch die von Berater und Studierenden übernahmen. Hier ist es Mechthild Rieger in der Rolle der Moderatorin, die alle Konferenzteilnehmer auf dem Bildschirm hat, allerdings nur zur Moderation, während der persönlichen Beratung schaltet sich der Moderator raus. Foto. WH/BL

Das Sommersemester ging online statt in Präsenzform vonstatten. Auch die meisten Veranstaltungen, die üblicherweise und ohne Coronavirus-Bedrohung an der Westfälischen Hochschule stattfinden, disponierten um und gingen ins Netz. Den Mappencheck als Angebot an die Studierenden der Schlusssemester, sich Bewerbungsmappen für den Berufseinstieg professionell prüfen zu lassen, bevor es an den Ernstfall geht, verlegte der Technologietransfer als Veranstalter des Karrieretags ebenfalls ins Netz. Persönlich nutzten im letzten Jahr beim frühjährlichen und herbstlichen Mappencheck jeweils rund 50 Studierende diese Möglichkeit. Online waren es bei der Premiere im Sommersemester rund 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

(BL) Zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – bietet der Technologietransfer der Westfälischen Hochschule für Studierende und Absolventen aller Standorte an, ihre Bewerbungsmappen für den Berufseinstieg checken zu lassen. Die Teilnehmer/-innen können sich dann ihre Bewerbungsunterlagen individuell und vertraulich von externen Fachberatern unter anderem auf Stil, Aktualität, Struktur und Vollständigkeit überprüfen lassen. Außerdem gibt es Tipps und Hinweise fürs Bewerbungsgespräch. Geprüft werden Bewerbungen sowohl für den deutschen als auch für den englischsprachigen europäischen Arbeitsmarkt. Bewerbungen für den nicht-europäischen Arbeitsmarkt allerdings nicht, denn die unterliegen anderen Regeln als in Europa.

Da es sich um vertrauliche Einzelgespräche handelt, gab es für jeden Interessenten einen speziellen Termin. Das änderte sich auch nicht, als in diesem Jahr der Mappencheck zum ersten Mal komplett online ging, um den coronabedingten Abstandsregeln zu entsprechen. Mehr Abstand als per Videogespräch im Netz geht nicht. Da die Zeitfenster zur Wahrung der Vertraulichkeit eingehalten werden mussten, gab es neben dem Berater/der Beraterin und dem/der Beratenen zusätzlich einen Moderator des Videogesprächs, der die Organisation steuert. Sobald der Kontakt zwischen Berater und Studierendem/-r steht, klinkt sich der Moderator aus, indem er sich aus der Videokonferenz ausblendete und sich erst wieder nach Ablauf der Beratungszeit meldete.

Nicht nur der Epidemie, sondern auch dem Zeitgeist geschuldet wurde die Beratung inhaltlich vor allem auf Online-Bewerbungen ausgerichtet. Da war das Online-Gespräch mit dem/der Berater/-in direkt die erste Probe. Die Studierenden mussten für die Online-Termine ihre Bewerbungsunterlagen vorher einreichen. Im Gespräch schaltete der/die Berater/in die inzwischen von ihm/ihr mit Anmerkungen versehenen Unterlagen frei und bespricht sie mit dem/der Beratenen, damit diese/r die Änderungen und Vorschläge in ihre eigenen Unterlagen nachtragen können.

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