Wissenschaftlich zum Erfolg

Viel Aufmerksamkeit bekam der Vortrag über statistische Versuchsplanung. Foto: Franziska Löwe

Spätestens für die Abschlussarbeit müssen Studierende wissen, wie man wissenschaftlich arbeitet: Literaturrecherche, Forschungsmethoden und Versuchplanung, hilfreiche Software, Argumentation und Schreibstil. Eine von Master-Studierenden des Studiengangs „Maschinenbau“ und des Studiengangs „Business Engineering“ (Wirtschaftsingenieurwesen) für Studierende aller Studiengänge an der Hochschulabteilung Bocholt organisierte halbtägige Konferenz bot an, abends mit einem Leitfaden im Kopf nach Hause zu gehen und damit auf die Straße des wissenschaftlichen Erfolgs einzuschwenken.

(BL) Natürlich kann man so etwas auch alles in Büchern nachlesen. Aber von Mensch zu Mensch und auf Augenhöhe von Studierenden zu Studierenden war es ein spezielles Angebot, schneller und vielleicht leichter ins Thema zu kommen. In drei Blöcken mit jeweils drei zwanzigminütigen Vorträgen näherten sich Vortragende und Teilnehmende vielfältigen Themen: Wie gliedert man eine wissenschaftliche Arbeit? Wie werden Belastbarkeit und Richtigkeit gesichert, wie ist der Wahrheitsgehalt fremder Quellen einzuschätzen? Wie stelle ich sicher, dass meine Ergebnisse überprüfbar sind und damit den Qualitätsanforderungen einer wissenschaftlichen Arbeit entsprechen? Und nicht zuletzt: Wie schreibt man in einem logischen Ablauf, welcher Schreibstil ist angemessen?

Im Management für eine Abschlussarbeit ging es um statistische Methoden, um Literaturrecherche und korrekte Quellenverwaltung, um Datensuche, Patentrecherche oder Datenerhebung und darum, wie man die eigene Arbeit mit passenden Rechnerprogrammen rund macht, etwa mit Präsentationssoftware. Außerdem ging es um das eigene Zeit- und Arbeitsmanagement, damit die Arbeit auch rechtzeitig abgegeben werden kann.

„Für uns war die Konferenz ein voller Erfolg“, so Franziska Löwe vom studentischen Vorbereitungsteam nach der Veranstaltung. Und auch die betreuende Professorin Dr. Heike Beismann war zufrieden. Obwohl der Konferenztermin in die Woche vor den ersten Klausuren am Ende des Wintersemesters fiel, war die Konferenz gut besucht, so Löwe. Allein im Kurs „Wissenschaftliches Arbeiten“ waren 36  Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für das Vorbereitungsteam stand neben der Wissensvermittlung natürlich auch die Organisation einer solchen Veranstaltung im Vordergrund, aber „alles lief reibungslos“, so Löwe. Auch die Poster hatten während und nach der Konferenz zahlreiche Interessenten. „Wir hoffen“, so das Fazit von Franziska Löwe, „dass alle Studierenden, die dabei waren, etwas für sich mitnehmen konnten, das ihnen persönlich etwas für die Anfertigung ihrer Abschlussarbeit bringt.“

 

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Konferenzorganisation

In den Bocholter Master-Studiengängen „Maschinenbau“ und „Business Engineering“ steht im ersten Semester für alle verpflichtend ein Lehrmodul „wissenschaftliches Arbeiten“ auf dem Studienplan. Dazu gehören die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens, das Schreiben eines wissenschaftliches Artikels, das Anfertigen eines Posters für eine Wissenschaftskonferenz, ein wissenschaftlicher Vortrag. Und außerdem die Anwendung des erworbenen Wissens durch Weitergabe an andere Studierende in Form einer Konferenz. Prof. Dr. Heike Beismann: „Teaching is learning twice, sodass die Studierenden mit dieser Konferenz das eigene Wissen durch praktisches Tun festigen und zugleich einen Wissenstransfer für Bachelor-Studierende leisten, in deren Studienplan das wissenschaftliche Arbeiten noch nicht verankert ist.“