Wie wir die Corona-Krise stemmen

Auch wenn die ersten Hochschulmitglieder sich schon haben impfen lassen können: Abstand und Maskenpflicht gelten weiterhin. Foto: WH/BL

Seit Anfang 2020 kämpft die Welt gegen den Corona-Virus. Die Westfälische Hochschule stellt sich den Herausforderungen von Infektionsschutz, Online-Lehre, Präsenzveranstaltungen und Hybridlehre. Teil 8 der Trikon-Serie zur Corona-Krise gibt die Aktivitäten der Hochschule von Ende April bis Juni 2021 wieder.

(BL) Seit April stellt die Hochschule ihren Mitarbeitenden Corona-Selbsttests zur Verfügung. Einmal in der Woche können sich alle Beschäftigten auf freiwilliger Basis selbst auf den Corona-Virus testen. An der Aktion beteiligt sich insbesondere auch das Land Nordrhein-Westfalen, indem es der Hochschule Selbsttests zur Verfügung stellt.

Gegen Ende April ist die „Bundesnotbremse“ gegen Corona in Kraft getreten. Sie wirkt sich nicht nur auf Kitas und Schulen, sondern auch auf Hochschulen aus. Heißt: Ab einem Überschreiten des Schwellenwertes der durch das Robert-Koch-Institut  veröffentlichten sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von 165 an drei aufeinander folgenden Tagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt wird jeder Präsenzlehrbetrieb untersagt. Das gilt für die Westfälische Hochschule in der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen und in den kreisangehörigen Städten Recklinghausen und Bocholt.

Präsident und Kanzler legen fest, dass ab Montag, den 26. April und bis auf Weiteres an den Hochschulstandorten Gelsenkirchen und Recklinghausen keine Präsenzlehrveranstaltungen stattfinden dürfen. In Gelsenkirchen liegt der Inzidenzwert an diesem Tag bei 262, im Kreis Recklinghausen bei 195, in der Stadt Recklinghausen deutlich über 200, im Kreis Borken bei 147, in der Stadt Bocholt bei 148. Eine Ausnahme gibt es aber: Die Hochschulleitung schließt sich der Interpretation des Gesetzes durch die Wissenschaftsminister/-innen der Bundesländer an, „dass ab dem dritten Mai zumindest Laborpraktika, die zwingend in Präsenz durchgeführt werden müssen, an allen Hochschulstandorten unter Einhaltung der bekannten Hygieneregeln durchgeführt werden können“.

Ein kleines Stück Normalität
Am Tag vor dem Pfingswochenende kündigt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet an, den Hochschulen nach der Distanzlehre wieder „ein kleines Stück Normalität“ möglich zu machen. Vor allem Studienstartende und Abschlussjahrgänge sollen allmählich wieder in die Hörsäle und Seminarräume zurückkehren. Wegen der weiterhin gültigen Abstands- und Hygieneregeln wird jedoch auf absehbare Zeit noch kein normaler Lehr- und Forschungsbetrieb möglich sein.

Juni 2021
Das abklingende Infektionsgeschehen macht Anfang Juni eine schrittweise Öffnung der Hochschule möglich. Bis zum Ende des Sommersemesters sollen jedoch Lehrveranstaltungen (außer Laborpraktika) weiterhin nicht in Präsenz stattfinden. Wenn Anwesenheit unumgänglich ist, müssen Studierende und Beschäftigte bei einer Corona-Inzidenz größer als 35 einen Corona-Negativtestnachweis erbringen, es gilt ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern und es muss jedem Anwesenden eine Fläche von mindestens zehn Quadratmetern zur Verfügung stehen. Außerdem müssen Masken getragen werden und die Rückverfolgbarkeit der Teilnehmenden sichergestellt werden. Für die Räume der Westfälischen Hochschule wird eine maximale Gruppengröße von 50 festgelegt.

Auch für Prüfungen wird empfohlen, sie nach Möglichkeit noch als Online-Prüfungen durchzuführen. Sollten Prüfungen beispielsweise aus technischen Ausstattungsgründen oder aus organisatorischen Gründen in Präsenz erforderlich sein, gelten die gleichen Infektionsschutzvorschriften wie bei Präsenz-Lehrveranstaltungen. In Abhängigkeit von Inzidenzstufen besteht eine grundsätzliche Testpflicht.

Trotz der Lockerungen verlängert die Hochschulleitung „im Sinne von Kontinuität und Gesundheitsschutz“ den arbeitstäglich wechselnden Schichtbetrieb für die Verwaltung und das Zentrum für Informationstechnik und Medien sowie die Regelungen fürs Homeoffice bis zum elften Oktober. Entsprechend bleiben die Regeln für die gleitende Arbeitszeit bis zu diesem Zeitpunkt ausgesetzt, es gilt die tägliche Regelarbeitszeit.

Mitte Juni fallen die Corona-Inzidenzwerte an allen Standorten der Hochschule unter 35 zurück, sodass die Negativtestnachweise entfallen können. Aber noch gilt die Epidemie als noch nicht beendet in Deutschland. Die Hochschulleitung weist daher darauf hin, dass sich in Abhängigkeit von der Entwicklung des Infektionsgeschehens und den damit verbundenen Landesvorgaben auch weiterhin jederzeit und auch kurzfristig Vorschriftenänderungen ergeben können.