Preis für „Smart-Office-System“

Wie bei so vielen Projekten in diesen infektionsgefährdeten Zeiten fanden viele Planungen, Abstimmungen und das ganze Teamwork über etliche Videokonferenzen statt. In ihrer „finalen“ Online-Sitzung mit Projektleiter Prof. Dr. Martin Schulten und Hochschulmitarbeiter und Projektbetreuer Hans-Peter Huster überreichten virtuell die beiden Reanmo-Geschäftsführer René und Maurice Schlüß den Preis für das gelungene „Smart-Office-System“ der Studierenden Philip Löpenhaus, Nick Schlabes, Dominik Bußmann, Joshua Enthöfer (obere, mittlere und untere Reihe v.l.n.r.). Foto/Screenshot: WH

Studierende des Studiengangs „Informatik.Softwaresysteme“ an der Westfälischen Hochschule in Bocholt zeigten, dass sie auch unter Corona-Bedingungen ein innovatives Softwareprojekt entwickeln können. Während des vergangenen Wintersemesters setzte eine Studierendengruppe eine Software zur Raumautomation speziell für Büroumgebungen um. Für ihr Projekt erhielt das Entwicklerteam vor Kurzem einen Preis, den die Bocholter IT-Beratungs- und Entwicklungsfirma Reanmo sponserte.

(MV) Gegen Ende ihres Studiums und bevor sie in die Praxisphase und mit ihrer Bachelorarbeit starten, testeten Studierende des Studiengangs „Informatik.Softwaresysteme“ in diesem ungewöhnlichen Wintersemester ihre praktischen Fähigkeiten in einem Softwareprojekt. Die Studierenden Philip Löpenhaus, Nick Schlabes, Dominik Bußmann und Joshua Enthöfer starteten mit der Idee, eine eigene Software zur Steuerung von Büroumgebungen zu entwickeln. Das System sollte in der Lage sein, für ein im digitalen Kalender geplantes Meeting − beispielweise im Ratssaal eines Rathauses − die Temperatur zu messen, die Heizung zu steuern sowie in den jeweiligen Räumen das Licht entsprechend anzupassen. Parallel programmierten die vier ein Verwaltungs-Tool für die Benutzerinnen und Benutzer, die Räume sowie die eingesetzten Sensoren und Aktoren.

Um die Software möglichst flexibel nutzbar zu gestalten, entwickelte das Team eine Weboberfläche, die sowohl auf Desktop-PCs als auch auf dem Smartphone intuitiv zu bedienen sein sollte. Die Sensoren und Aktoren wurden per Funk mit dem Steuerungsrechner vernetzt und mit der Webanwendung verbunden.

Ungewöhnlich sei die Durchführung des Projekts unter Corona-Bedingungen gewesen, so Projektleiter Prof. Dr. Martin Schulten: „Die Gruppe hat allerdings aus der Not eine Tugend gemacht und die Umstände als Herausforderung gesehen, ein Projekt einmal vollständig digital zu bearbeiten.“ In Zeiten der Globalisierung sei das eine Erfahrung, die im späteren Berufsleben auch abseits von Corona hilfreich sein kann. So wurden alle Projektbesprechungen digital durchgeführt und die Software gemeinsam über das Internet entwickelt.

Zum Abschluss des Projekts präsentierten die vier Studenten ihre Entwicklung René und Maurice Schlüß, beide Geschäftsführer der Firma Reanmo, und erhielten dafür einen Preis. Die Bocholter IT-Schmiede Reanmo wurde von Absolventen der Westfälischen Hochschule gegründet und entwickelt seit einigen Jahren erfolgreich professionelle Webanwendungen. Bereits im vergangenen Jahr lobte Reanmo einen Preis für besonders praxisnahe Softwareprojekte aus, um Nachwuchsentwickler bereits im Studium zu motivieren und zu unterstützen. „Die Studierenden freuten sich sehr über die Anerkennung und wechseln nun in ihre Praxisphase und bereiten sich für die Bachelor-Abschlussarbeiten vor, um ihr Studium dann hoffentlich bald erfolgreich zu beenden“, berichtet Schulten abschließend und ist sich bei den Vieren ziemlich sicher, dass es klappt.