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Ein Gewinn für Pflegende und Pflegebedürftige

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Ein Gewinn für Pflegende und Pflegebedürftige

Das Pflege:Zeit Projekt-Team bei der Kick-Off-Veranstaltung in Mönchengladbach. © MA&T

Um flexible Arbeitszeitmodelle in der stationären Altenpflege zu entwickeln und zu erproben, fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen des Förderprogramms INQA-Experimentierräume das Modellprojekt Pflege:Zeit. Neben dem Projektkoordinator, der MA&T Sell & Partner GmbH (MA&T) aus Würselen, arbeiten in dem Projekt das Institut „Arbeit und Technik“ (IAT) aus Gelsenkirchen und als Praxispartner die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach mit dem Altenheim Hardterbroich mit.

Als Ergebnis werden praxistaugliche Arbeitszeitmodelle für die stationäre Altenpflege erwartet, die auch dabei helfen, die Attraktivität der Arbeit in dieser Branche, in der überall neue Beschäftigte gesucht werden, zu verbessern. „Innovative Modelle der Arbeitszeitgestaltung sind zentral für Pflegearbeitsplätze mit Zukunft. Dafür müssen jedoch Versorgungsprozesse und Arbeits(zeit)gestaltung im Pflegealltag neu austariert werden“, so Michaela Evans vom IAT.

Bei der Entwicklung neuer Arbeitszeitmodelle spiele Resilienz eine entscheidende Rolle, sagt Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding. Damit ist die psychische, seelische und körperliche Widerstandskraft der Pflegenden im Arbeitsalltag gemeint. „Beim Thema Resilienz dürfen wir unsere Mitarbeitenden nicht allein lassen. Angebote zur persönlichen Stressbewältigung und individuellen Gesundheitsförderung sind wichtig und richtig. Aber wir müssen auch die Strukturen und Arbeitsbedingungen so gestalten, dass die Beschäftigten gerne und gut pflegen können“, so Wallrafen. Zuverlässigkeit, Transparenz und Flexibilität sind dabei wichtige Anforderungen an ein Arbeitszeitmodell, das die Beschäftigten im Projektentwicklungsprozess formuliert haben.

Jetzt sollen in der Projektlaufzeit vom 01.06.2023 bis 31.05.2025 neue Arbeitszeitmodelle, die diesen Anforderungen genügen, konkretisiert und im Arbeitsalltag ausprobiert werden. „Entscheidend wird sein, dass es gelingt, zusammen mit den Beschäftigten neue Arbeitszeitmodelle zu entwickeln, die die Work-Life-Balance verbessern ohne die Dienstleistungsqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner zu beeinträchtigen und die für die Organisation finanzierbar und umsetzbar sind“, so Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen von MA&T.

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