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Vier Jahre grenzüberschreitende Projektarbeit gehen zu Ende: Erfolgreicher Abschluss des Global Intercultural Project Experience (GIPE) Projekts

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Vier Jahre grenzüberschreitende Projektarbeit gehen zu Ende: Erfolgreicher Abschluss des Global Intercultural Project Experience (GIPE) Projekts

V. l. n. r.: Sara Betina Sousa Ferreira (UCSP), Mechthild Rieger (WH), Prof. Dr. Heike Winschiers-Theophilus (NUST), Prof. Dr. Manfred Meyer (WH) und Prof. Dr. Agung Nugroho (AJCUI) trafen sich zum Projektabschluss am Campus Gelsenkirchen und zogen eine positive Bilanz. © WH/Agung Nugroho

Nach vier Jahren ging im September dieses Jahres das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „Global Intercultural Project Experience“ (GIPE) zu Ende. Trotz der besonderen Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie und damit verbundenen Kontakt- und Reisebeschränkungen, konnte in jedem Jahr der Projektlaufzeit ein Team von wechselnden Studierenden aus Peru, Namibia, Indonesien und Deutschland gemeinsam ein neues Projekt bearbeiten und erfolgreich abschließen.

Das 2019 gestartete und in Kooperation mit drei internationalen Partnerhochschulen durchgeführte GIPE-Projekt erlaubte es insgesamt mehr als 130 nationalen und internationalen Studierenden im Rahmen von jährlich wechselnden Projektaufgaben internationale und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Jedes Jahr erarbeiteten Studierendengruppen ein ganzes Semester lang und über vier Kontinente hinweg gemeinsam Entwicklungsprojekte, Business-Modelle oder Marketingstrategien zum Wohl eines der Mitmachländer. Die letzte Projektarbeit wurde Ende Juli beendet und seitens des studentischen Projekt-Teams an den Auftraggeber übergeben.

Ende September 2023 kamen die Projektbeteiligten in einer Konferenz am Campus Gelsenkirchen der Westfälischen Hochschule abschließend zusammen und zogen gemeinsam Bilanz. Vertreterinnen und Vertreter der Westfälischen Hochschule, der staatlichen Universität für Wissenschaft und Technik in Windhoek/Namibia (NUST), der katholischen Atma-Jaya Universität in Jakarta/Indonesien (AJCUI) und der katholischen Universität San Pablo (UCSP) in Peru bewerteten den Projektverlauf, loteten Möglichkeiten für die Förderung weiterer Projekte aus und diskutierten eine künftige Zusammenarbeit.

Die dreitägige Konferenz umfasste auch den Austausch mit Teilnehmenden des Projekts, die sowohl vor Ort als auch online aus aller Welt dazugeschaltet waren. Die einzelnen Sessions stellten dabei jeweils einen anderen Aspekt der Erfahrungen aus dem GIPE-Projekt in den Mittelpunkt. So wurden sowohl die interkulturelle und persönliche Perspektive als auch ein transdisziplinärer und professioneller Fokus sowie auch die akademische Wirkung des Projekts an den beteiligten Hochschulen diskutiert. Studierende, Lehrende und Projektpartner (Kunden) aller GIPE-Jahrgänge hielten Vorträge oder präsentierten selbsterstellte Videos. Außerdem gab es in allen Sessions Zeit für Gespräche und Diskussionen. Am Ende wurden – neben den reinen Erfahrungsberichten – die im Projekt erprobten Konzepte für diese besondere Form des projektbasierten Lernens klar formuliert, deren Wirkungen analysiert und Handlungsempfehlungen für zukünftige GIPE-Projekte abgeleitet. Die Ergebnisse der abschließenden Konferenz werden schließlich auch Grundlage für mindestens eine weitere – dann schon vierte – wissenschaftliche Veröffentlichung zu GIPE sein, deren Grundzüge bereits während der Konferenz skizziert wurden. Alle Beteiligten wünschen sich eine Fortführung der GIPE-Idee in bewährter oder ähnlicher Form.

Die GIPE Projektarbeiten im Einzelnen:

2020: Die erste studentische Projektgruppe erarbeitet ein datenbankgestütztes Webportal zur Sammlung und Pflege wissenschaftlicher Arbeiten für die staatliche namibische Forschungsagentur NCRST.

2021: Für das in Indonesien ansässige „Puspanita Eco-Spirit Center“ – ein staatlich anerkanntes und auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Zentrum für Gartenbau – wird in fünf studentischen Teams ein komplexes Gesamtpaket – bestehend aus einem überarbeitetem Geschäftsmodell, Ansätzen fürs „Smart Farming“, Website sowie Corporate Design – entwickelt.

2022: Die Studierenden bauen gemeinsam eine Internet-Plattform für die San-Juan-Apostol-Schule in Peru auf, zu der alle Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Eltern Zugang haben und auf der Lernfortschritte dokumentiert werden können.

2023: Die internationalen Teilnehmenden kollaborierten mit lokalen Vertretungen der UNDP Accelerator Labs (Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen) in Peru, Namibia und Indonesien, um den Internetauftritt des UN-Entwicklungsprogramms inklusiver zu gestalten.

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