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Wenn der Ernstfall zur Übung wird: Studierende organisieren Brandschutzübung

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Eine im Dezember groß angelegte und von Studierenden organisierte Brandschutzübung an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen simuliert, was im Ernstfall eintreten kann. © Verena Roßa

Eine im Dezember groß angelegte und von Studierenden organisierte Brandschutzübung an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen simuliert, was im Ernstfall eintreten kann. © Verena Roßa

Sirenen. Rauch. Blaulicht. Wer am 15. Dezember des vergangenen Jahres über den Campus Gelsenkirchen der Westfälischen Hochschule ging, konnte fast glauben, die Hochschule stünde lichterloh in Flammen. Doch was auf den ersten Blick wie ein echter Ernstfall wirkte, war eine realitätsnahe Brandschutzübung. Entwickelt wurde sie von Studierenden des Fachbereichs Maschinenbau, Umwelt- und Gebäudetechnik in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Gelsenkirchen.

Das angenommene Szenario hatte es in sich: In einem Putzmittelraum im Gebäudeteil A war ein Brand ausgebrochen. Die Anlage zur Rauchableitung fiel aus, das Gebäude musste vollständig evakuiert werden. Mehrere Personen galten als vermisst.

Organisiert und fachlich begleitet wurde die Übung von Studierenden der Studiengänge Technisches Facility Management und Technische Gebäudeausrüstung. Gina Vesper, Aura Madeddu und Elias Tahmass entwickelten gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Plura, der das Projekt betreute, die Brandschutzübung. Über ein ganzes Semester hinweg beschäftigten sich die Studierenden intensiv mit der Planung und übernahmen unter anderem die Abstimmung mit Feuerwehr und Hochschulverwaltung.

Am Tag der Übung ging dann alles ganz schnell. Nach einem letzten Briefing wurde es ernst: Ein Brand wurde simuliert, die Räumlichkeiten künstlich verraucht. Die zu rettenden Personen begaben sich in Position. Dabei handelte es sich um Schauspielerinnen und Schauspieler sowie teils um Übungspuppen. Mit dem Auslösen der Brandmeldeanlage begann die vollständige Evakuierung des Gebäudes.

Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, kannten sie die Lage zunächst nicht und mussten sich vor Ort ein Bild der Situation verschaffen. Unter Atemschutz kämpften sie sich durch den Rauch, retteten die vermissten Personen und löschten den simulierten Brand fachgerecht.

Am Ende der Übung stand für alle Beteiligten eine echte Win-win-Situation: Während die Nachwuchskräfte der Feuerwehr Gelsenkirchen von einem realitätsnahen Trainingsszenario profitierten, erhielten die Studierenden wertvolle Einblicke in die praktische Brandschutzorganisation. „Besonders spannend war für uns zu sehen, wie viele unterschiedliche Personen und Bereiche an so einer Übung beteiligt sind und wie alles ineinandergreifen muss“, berichten Gina, Aura und Elias.

Auch Prof. Dr. Stefan Plura zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Solche Projekte ermöglichen es den Studierenden, Verantwortung zu übernehmen und reale Abläufe kennenzulernen, wie sie ihnen später im Berufsalltag begegnen werden. Gleichzeitig profitiert auch die Hochschule von der Übung, da bestehende Konzepte überprüft und gezielt weiterentwickelt werden können.“ Schon jetzt hat die Übung ihren Wert unter Beweis gestellt, denn sie ermöglichte der Hochschule eine Verbesserung an ihrem bestehenden Evakuierungskonzept zu erkennen.

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