Robotik-Studium mit Vorsprung: Praxisnah ab der ersten Woche
Die Übergabe der Kooperationszertifikate fand am Firmensitz der Lanfer Automation + Robotics in Borken-Weseke statt. © Lanfer
Die Theorie eng mit der Praxis verknüpfen – diesen Schritt gehen die Lanfer Automation + Robotics GmbH und die Westfälische Hochschule nun gemeinsam. Mit der neuen Kooperation setzen die Beteiligten ein starkes Zeichen für die Zukunft der Robotik in der Region: Studierende erhalten ab sofort die Möglichkeit, ihr Wissen direkt im Unternehmen anzuwenden und an realen Industrieprojekten mitzuwirken. Damit wird nicht nur der Nachwuchs gefördert, sondern auch die technologische Entwicklung im Kreis Borken entscheidend vorangetrieben.
Am Firmensitz der Lanfer Automation + Robotics GmbH in Borken-Weseke wurde jetzt die Zusammenarbeit mit dem Bocholter Standort der Westfälischen Hochschule (WH) besiegelt. Lanfer erhielt die Auszeichnung als Partnerunternehmen sowohl für das Studien-Trainee-Programm Robotik als auch für das ausbildungs-, praxis- und berufsintegrierende Studium im Studiengang „Robotik und Automatisierung“. Die Zusammenarbeit eröffnet Studierenden die Möglichkeit, bereits während ihres Studiums praktische Erfahrungen im Unternehmen zu sammeln. „Unser Ziel ist es, frühzeitig den Zugang zu realen Industrieprojekten zu ermöglichen und gleichzeitig den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft zu fördern“, so Michael Engelmann, Koordinator des Studien-Trainee-Programms Robotik an der WH. Auch Studiengangsleiter Prof. Dr. Olaf Just sieht darin einen wichtigen Schritt für die zukünftige Entwicklung des Studiengangs: „Kooperationen mit innovativen Unternehmen wie Lanfer schaffen ideale Rahmenbedingungen für praxisnahe Lehre, anwendungsorientierte Abschlussarbeiten und die Entwicklung neuer technischer Lösungen.“
Das Studien-Trainee-Programm bietet Studierenden die Möglichkeit, ihr Studium mit einer beruflichen Tätigkeit im Unternehmen zu kombinieren und über mehrere Semester hinweg praktische Erfahrungen zu sammeln. Im Unterschied zu klassischen Modellen wie dem ausbildungs-, praxis- oder berufsintegrierenden Studium zeichnet sich das Studien-Trainee-Programm durch eine hohe Flexibilität aus. Der Umfang der Arbeitszeit sowie die Wochentage, an denen die Studierenden im Unternehmen sind, können individuell vereinbart werden. Die Hochschule entwickelt darauf basierend einen Stundenplan und berät bei der Abstimmung von Praxis- und Vorlesungszeiten. So lassen sich betriebliche und akademische Anforderungen optimal miteinander verbinden.
Lanfer zählt zu den regional spezialisierten Anbietern von Automatisierungs- und Robotiksystemen. Vor Kurzem hat das Unternehmen eine Außenstelle in Bocholt eröffnet und befindet sich damit in unmittelbarer Nähe zum Hochschulcampus. „Wir sehen in dieser Kooperation einen wichtigen Schritt für die Zukunft. Die direkte Zusammenarbeit mit der Hochschule ermöglicht es uns, frühzeitig mit engagierten Nachwuchskräften in Kontakt zu treten und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln“, sagt Andre Kemper, Geschäftsleiter und Leiter Montage/Betrieb. „Wir freuen uns darauf, unsere Erfahrung aus der Praxis in die Ausbildung einzubringen.“
Sowohl Hochschule als auch Unternehmen verfolgen das Ziel, die Robotik in der Region nachhaltig zu stärken, Forschungs- und Entwicklungsprojekte gemeinsam voranzutreiben und den Kreis Borken als Kompetenzstandort im Bereich Robotik und Automatisierung weiter zu etablieren.