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Kultureller Austausch im Ruhrgebiet: US-Studierende zu Gast an der Westfälischen Hochschule

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Kultureller Austausch im Ruhrgebiet: US-Studierende zu Gast an der Westfälischen Hochschule

Die amerikanische Delegation machte auf ihrer Tour durch das Ruhrgebiet am Campus Gelsenkirchen Halt. Neben einer Führung durch die Maschinenbau-Labore und einem Seminar zum Thema Projektmanagement stand auch der Austausch mit WH-Studierenden auf dem Programm. © WH / Michael Völkel

Mitte März konnte die Westfälische Hochschule Besuch aus den USA am Campus begrüßen. Eine Gruppe aus Studierenden und Universitätspersonal der University of Cincinnati machte unter anderem in Gelsenkirchen Station, um Einblicke in die Ausrichtung technischer Berufe im internationalen Vergleich zu gewinnen.

Der Besuch wurde durch die langjährige Verbindung zwischen Eric Payton, Associate Professor an der University of Cincinnati, und Deniz Kurumlu, Professor an der Westfälischen Hochschule, ermöglicht.

Die amerikanische Delegation aus 16 Studierenden technischer Studienrichtungen sowie dem Begleitpersonal der „Materials Science & Engineering Faculty“ – Eric Payton, Aimee Frame und Anne Rohlfer – verbrachte zunächst eine Woche in München, bevor sie für einige Tage ins Ruhrgebiet weiterreiste. Die Auswahl dieser unterschiedlichen Regionen sollte die große kulturelle Vielfalt auch innerhalb Deutschlands unterstreichen.

Das Programm im Ruhrgebiet umfasste eine Vielzahl von Aktivitäten: Dazu zählten u. a. ein Rundgang durch die Maschinenbau-Labore der Westfälischen Hochschule mit Prof. Dr. Deniz Kurumlu und WH-Mitarbeiter Vito Burgio, ein Seminar zum Thema Projektmanagement unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Kneißler, einem Austausch mit deutschen Studierenden sowie eine Werksbesichtigung bei der Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH in Bochum.

Ein Fokus im angeregten bilateralen Austausch zwischen den Studierenden lag auf den Unterschieden im Bildungssystem zwischen Deutschland und den USA. Besonders beeindruckte die amerikanischen Studentinnen und Studenten, dass in Deutschland außer dem Semesterbeitrag keine Studiengebühren anfallen und dass zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten wie BAföG zur Verfügung stehen. In den Vereinigten Staaten stellt dagegen die Finanzierung des Studiums aufgrund der immensen Studiengebühren viele Familien vor große Herausforderungen.

Auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Bildungseinrichtungen in den USA und Deutschland wurden diskutiert. Obwohl die University of Cincinnati mit über 50.000 Studierenden um ein Vielfaches größer ist als die Westfälische Hochschule und noch weiter wächst, bietet sie im Bereich des Maschinenbaus ähnliche Voraussetzungen für Studium und Lehre wie der Gelsenkirchener Fachbereich. Da die Universität einen vergleichbar starken Praxisbezug hat, den viele andere amerikanische Universitäten so nicht bieten können, entscheiden sich immer mehr Studieninteressierte für diesen Standort. Cincinnati ist ähnlich industriell geprägt wie das Ruhrgebiet. Viele Erstsemester der Universität zählen – so wie ein großer Teil der WH-Studierenden – zur „first generation“, sind also Studienpioniere in ihren Familien.

„Wir haben uns sehr gefreut, den Besuch der University of Cincinnati hier in Gelsenkirchen begrüßen zu dürfen. Wir würden uns wünschen, dass es zukünftig zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Bildungseinrichtungen kommt und auf diese Weise der internationale Austausch im Bereich der technischen Bildung gefördert werden kann“, erklärt Prof. Dr. Deniz Kurumlu und fügt hinzu: „Und vielleicht klappt es ja bald mit einem Gegenbesuch.“

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