EMAS-Zertifizierung für die Westfälische Hochschule: Engagement für Klima- und Ressourcenschutz
Nach einem erfolgreichen aufwändigen Auditierungsprozess wurde die Westfälische Hochschule mit dem EMAS-Zertifikat ausgezeichnet. (c) WH/Michael Völkel
Seit Dezember 2025 ist die Westfälische Hochschule (WH) mit allen drei Standorten nach dem europäischen Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) zertifiziert. Damit unterstreicht sie ihr klares Engagement für die kontinuierliche Verbesserung ihrer Umweltleistung.
EMAS ist ein freiwilliges Umweltmanagementsystem der EU, das Organisationen dabei unterstützt, ihre Umweltwirkungen systematisch zu erfassen, transparent zu dokumentieren und kontinuierlich zu verbessern. Es umfasst neben den Anforderungen der DIN ISO 14001 zusätzlich Kernindikatoren aus den Bereichen Energie, Materialeinsatz, Wasser, Abfall, Flächenverbrauch und Emissionen. Innerhalb des Systems werden stetig neue Ziele zur Verbesserung der Umweltleistung definiert und umgesetzt.
So bezieht die WH an ihren Standorten in Gelsenkirchen, Bocholt und Recklinghausen ausschließlich Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen. Auf den Dächern der Gebäude erzeugen Photovoltaikanlagen umweltfreundlichen Strom. Zusätzlich fördern Dachbegrünungen, Blühstreifen und naturnahe Grünflächen die Biodiversität. Auch die Mobilität ist nachhaltig ausgerichtet: Der Fuhrpark besteht überwiegend aus Elektro- und Hybridfahrzeugen, und an allen Standorten stehen entsprechende Ladepunkte zur Verfügung.
Das Umweltmanagementsystem EMAS bindet sämtliche Organisationseinheiten sowie Mitarbeitende und Studierende ein. Kanzler Dr. Heiko Geruschkat und Dr. Kathrin Wrede, Dezernentin des Gebäudemanagements und Umweltbeauftragte, betonen, dass es entscheidend dazu beiträgt, die Umweltleistung der Hochschule als Ganzes stetig zu optimieren: „Die Zertifizierung ist ein wichtiger Meilenstein, auf den wir seit mehreren Jahren hingearbeitet haben. Es ist gleichzeitig aber auch eine Verpflichtung, etablierte Prozesse und Abläufe weiterhin kritisch zu hinterfragen und kontinuierlich anzupassen.“
Doch nicht nur im allgemeinen Hochschulbetrieb spielen Nachhaltigkeit und Umweltmanagement eine zentrale Rolle. Viele Module und ganze Studiengänge, wie z. B. „Nachhaltige biologische und chemische Technologien“, „Umweltingenieurwissenschaften“ oder „Sustainable Engineering & Management“ fokussieren diese Themen. Studierende erwerben nicht nur theoretisches Wissen, sondern wenden dieses auch in praxisnahen Projekten und Kooperationen an, um aktiv zur ökologischen Transformation beizutragen.
„Die EMAS-Zertifizierung bestätigt nunmehr das transparente und konsequente Handeln der WH im Umweltmanagement und bei der Ressourcenschonung. Gemeinsam gestalten wir so eine zukunftsfähige Hochschule, die ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft ernst nimmt und sich kontinuierlich im Bereich der ökologischen Transformation weiterentwickelt“, so Prof. Dr. André M. Latour, Vizepräsident für Nachhaltigkeit und Internationales.
Was ist EMAS?
EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein von der Europäischen Union entwickeltes, freiwilliges Umweltmanagementsystem, das Organisationen dabei unterstützt, ihre Umweltwirkungen systematisch zu erfassen, transparent zu dokumentieren und fortlaufend zu optimieren. Es erfüllt alle Anforderungen der DIN ISO 14001 als Umweltmanagementsystem und setzt zusätzlich auf weitere Kernindikatoren aus den sechs Schlüsselbereichen Energie, Materialeinsatz, Wasser, Abfall, Flächenverbrauch und Emissionen. All diese Faktoren werden nach einem aufwändigen Etablierungsprozess sukzessive und kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Am Ende wird das Managementsystem durch einen externen Umweltgutachter geprüft und eine Umwelterklärung veröffentlicht (https://www.w-hs.de/hochschule/hochschulverwaltung/dezernat-iv-gebaeudemanagement/iv3-arbeitssicherheit/umweltschutz-1/).